Hörsturz #11: Hallo, 19. Jahrhundert. Bye-bye, 21. Jahrhundert?

Der nicht-kommerzielle Rundfunk sitzt in der Förderfalle. Führen Wege wieder hinaus?

Wenn die Welt wieder nach dem Recht des Stärkeren tickt, Nazis um jede Ecke grüßen und selbst einfachste Prinzipien der Aufklärung in Frage stehen, kämpft der nichtkommerzielle Rundfunk mit Herausforderungen.

Die Strategien zur Bewältigung sind ebenfalls bekannt: „Resilienz“, „Wehrhaftigkeit“, die Vermeidung von Abhängigkeiten und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Es gilt, sich auf die neue Lage einzustellen.

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Hörsturz #10: Glauben. Oder Nicht-Glauben?

Ein Blick in die Zukunft der Medien im 22. Jahrhundert von Alf Altendorf

Medien im Jahr 2100

Die prognostizierte Zukunft zeichnet ein Bild, in dem Mensch und Maschine immer mehr verschmelzen und eine allumfassende virtuelle Realität – das sogenannte „Metaverse“ – entsteht. Diese Idee, erstmals von Cyberpunk-Autor Neal Stephenson 1992 in seinem ikonographischen Roman Snow Crash beschrieben, ist keine Science-Fiction mehr.

Die Anzeichen dafür sehen wir täglich: Ob am Berg, im Bus, im Zug oder im Café – fast jede*r starrt auf das Smartphone, diesem unseren tragbaren Super-Computer. Wir checken Karten, Fahrpläne, Bewertungen oder recherchieren parallel zu einem Gespräch in der virtuellen Welt.

Die Weiterentwicklung dieser Technologie hin zu Geräten, die noch stärker mit unserem Körper verschmelzen, ist eine logische Konsequenz.

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„System Kurz“ in Salzburg?

Ein Sittenbild der Regionalmedien und Medienförderung im Bundesland. (von Alf Altendorf)

(Dieser Text ist im Dezember 2021 in adaptierter und gekürzter Fassung im Salzburg-Teil der KUPFzeitung im Auftrag für Print und Online erschienen.
Weitere Online-Veröffentlichungen: @ Radiofabrik, @ FS1)
Bildrechte: Stickerei mit Zitat aus Twin Peaks (David Lynch & Mark Frost) nach Vorlage von Pyro Dog Pins, Stickerei und Foto: privat

Die Aufdeckung des „System Kurz“ im Oktober 2021 hat zum Rücktritt des türkisen ÖVP-Bundeskanzlers geführt. Die über die „Chatprotokolle“ bekannt gewordene Manipulation der Öffentlichkeit über Inserate, Einschaltungen und Förderungen für regierungsfreundliche Berichterstattung durch die „Österreich-Fellner-Mediengruppe“ weckt den Ruf nach Neustart der Medienförderung.  Nach Transparenz und Qualität.

Doch wie sieht es in ÖVP-regierten Bundesländern aus? Gibt es auch hier ein „System Kurz“? Blicken wir nach Salzburg und auf seine privaten TV-Rundfunkveranstalter.

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Hörsturz #2: Video killed the radio Star

Wie FS1 das Fernsehen in Salzburg retten wird (von Alf Altendorf) Lesen Sie auch unaufhörlich von der Krise des Fernsehens? Ich tu es. Lesen Sie dauernd vom Kollaps des Radios? Ich tu es nicht. Die Krise des TV ist eine hausgemachte. Kein anderes Medium stand so für Paternalismus wie Fernsehen: Oben in der Anstalt sendete die Macht, es war urteuer, … Weiterlesen …

Hörsturz #1: Mehr Sendungsbewusstsein

Über ein starkes Stück Salzburger Rundfunkgeschichte (von Alf Altendorf und Georg Wimmer) Es war ein Treppenwitz, dass die Radiofabrik bei ihrer Gründung in der Kategorie Neue Medien geführt wurde. Und das 1998, zu einer Zeit, als das Internet zur Eroberung der Welt ansetzte, als das Medium Radio schon im Greisenalter war und Bert Brecht mit seiner … Weiterlesen …

„Fuck the shitart, let’s kill“

Wenn die Post von Netznetz klingelt“ (Kulturrisse 06/2006)

(Erschienen in Kulturrisse 06/2006)

Eine der mühsamsten Eigenheiten elektronischer Kommunikation ist Penetranz. Mit der sich Email und Konsorten in den Vordergrund computergestützter Arbeit drängen. Kaum jemand kann der Versuchung widerstehen, den Mailslave angedreht zu halten. Egal ob ein Pamphlet verfasst, eine Karikatur entworfen, eine Intrige geplant, ein Virus gecodet oder Krach gecutted wird.

Pling, Blobb, Boing, Mails bimmeln, Fenster gehen auf – wieder ein neues Mail – und der gerade Gestalt annehmende niedrige Gedanke wird durch irgendeine Mistbotschaft abgewürgt. Der nachgegangen werden muss. Neugier ist menschlich.

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On Sale: Ausverkauf nach Selbstdemontage (skug 2002)

Ein Kommentar zur Einstellung des Wiener Stadtfernsehens TIV.
(Erschienen in skug, 13. Jänner 2002)

Mit 31.12. 2001 hat der im Kabel auf dem Sendeplatz des Infokanals empfangbare TV-Sender TIV seinen Betrieb eingestellt, offiziell mit Sendepause bis 1. 5. 2002. Inoffiziell plant der neue Mehrheitseigentümer ET-Multimedia (»Wiener«, »Wirtschaftsblatt«) einen Wirtschaftskanal und damit das faktische Ende eines ambitionierten Projektes, das als Beweis gedacht war, wirtschaftliches Überleben unter Beibehaltung glaubwürdiger »cultural roots« in der Wiener Medien- & Musikszene zu etablieren.

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